Ungefähr ein Monat in den USA jetzt.

Die meisten Fotos von heute wurden von den anderen Hikern gemacht, die sie mir freundlicherweise überlassen haben — danke. Eines davon ist direkt nach dem Aufwachen entstanden.
Etwa eine Meile den Berg hinunter hat uns Nitsy abgeholt. Sie hat uns zu einem Walmart gefahren — ein anderer Hiker und ich haben hinten im Kofferraum auf Campingstühlen mitgesessen, was wirklich lustig war. Mein Handyakku war zu diesem Zeitpunkt vollständig leer, also hat ein anderer Hiker Fotos und Videos gemacht, die ich hier teile. Nochmals danke.
Die Unterkunft (Nitsy’s Reset Ranch) hat rund 40 USD gekostet, alles inklusive — Transport, Übernachtung und Essen. Sie macht Trail Magic und hat ihren Garten eigens dafür umgebaut. Ich habe in einer kleinen Stoffkapsel geschlafen — praktisch gegen Ungeziefer — und hatte Strom zum Laden, was in dem Moment das Wichtigste war.
Ausserdem habe ich eine Solarzelle bestellt — noch nicht angekommen, letzten Freitag aufgegeben, noch einige Tage Wartezeit. Sobald sie da ist, muss ich nicht mehr nach Steckdosen suchen. Die meisten tragbaren Solar-Optionen sind entweder zu schwer, zu schwach oder in Powerbanks mit zu wenig Kapazität eingebaut. Diese hier ist dafür gemacht, beim Wandern zu laden.
Wir haben uns aus dem grossen Vorrat bedient, den Nitsy gesammelt hatte — teils von früheren Hikern zurückgelassen, teils von ihr eingekauft. Mittagessen kam vom Mexikaner. Den Nachmittag habe ich mit Wäsche waschen, Duschen und Geräte laden verbracht. Dabei ist mir aufgefallen, dass mein T-Mobile-Abo morgen ausläuft. Mit der Netzabdeckung war ich nie wirklich zufrieden, und AT&T wurde mir empfohlen.
Trailnamen in der Gruppe: Boyscout und Sandwich. Dazu zwei weitere, deren Namen ich nie erfahren habe — eine davon, eine Frau, war Deutsche oder Österreicherin. Mit allen vier habe ich mich wirklich gut verstanden, auch als Nachzügler in einer bestehenden Gruppe. Boyscout war besonders nett — er war derjenige, der mir am Vortag die Snacks gegeben hatte.
Am Abend hat die Gastgeberin eine riesige Menge Spareribs, Pommes und anderes Zeugs auf den Tisch gezaubert. Ich habe eine ganze Reihe Spareribs gegessen. Jemand hat ein Foto davon gemacht — das muss ich unbedingt bekommen.
Heute habe ich meinen Rucksack zum ersten Mal gewogen: 27kg ohne Wasser, 30kg mit drei Litern. Wahrscheinlich der schwerste Stand bisher. Der gestrige Tag hat beim Einkauf möglicherweise zu einer leichten Überkorrektur geführt.
Morgen geht es zurück auf den Trail. Das Ziel in ein paar Tagen ist Big Bear City, wo hoffentlich die Solarzelle wartet. Der Grund für die vielen Stopps in Städtchen im vergangenen Monat war das Laden — Powerbank und Geräte brauchen Stunden, was meist eine Übernachtung bedeutete. Das ändert sich mit dem Panel, und damit kommt auch etwas mehr Freiheit in der Tagesplanung.
Ein langer Tag mit wenig Wandern. Morgen ändert sich das.

