11.–14. Mai — Big Bear: Warten auf ein Paket

Tag 30

Ein Zero-Day, so geplant. Das Hostel hat eine seltsame Art, die Steuern erst nach dem Preis hinzuzufügen — trotzdem unter CHF 40 inkl. viel Essen. Das Bett war etwas kürzer als ich, was leicht nervig war. Sonst alles ok. Das war Tag 30.

Tag 31

Plan war, zurück auf den Trail zu gehen. Stattdessen bin ich stundenlang durch die Stadt gelaufen auf der Suche nach besseren Wanderhosen. Meine jetzigen haben seitlich einen Klettverschluss, der mir genau dort in die Haut schneidet, wo der Hüftgurt des Rucksacks sitzt. Nachdem ich fast alle Läden erfolglos abgeklappert hatte, beschloss ich, trotzdem zurückzugehen.

Dann kam die Nachricht: mein Paket soll einen Tag früher ankommen. Da die Rückfahrt von Lake Arrowhead nach Big Bear ungefähr einen Wandertag kosten würde, war eine Nacht länger bleiben genauso sinnvoll. Also zurück ins selbe Hostel. Ping-Pong, lesen, Musik und Bücher herunterladen, essen. Ein langsamer Tag im besten Sinne.

Tag 32

Aufgewacht mit der Nachricht, dass das Paket doch einen Tag verspätet ist. Nervig genug, um eine weitere Nacht zu buchen. Später am Tag kam dann die Meldung, dass es doch angekommen ist. Was da gelaufen ist, weiss ich nicht — aber zu dem Zeitpunkt war es ohnehin zu spät zum Loswandern.

Das kulinarische Highlight des Tages: Mac and Cheese. Für einen Schweizer ist das kein richtiger Käse. Ich finde keinen Geschmack whatsoever.

Tag 33

Zuerst Rucksack packen. Da es über 100 Meilen bis zum nächsten ordentlichen Resupply sind, hatte ich viel Essen dabei. Ich weiss nicht genau, wie lange ich unterwegs sein werde — aber das ist kein Abschnitt, den man mit zu wenig Essen antreten sollte.

Auf dem Postamt konnte ich tatsächlich mein Paket mit den Solarzellen abholen. Da meine Powerbank noch genug Strom hat, konnte ich sie noch nicht testen.

Mit dem Bus und zwei Meilen zu Fuss zurück auf den Trail. Der Tag war nett — zuerst heiss, dann sehr angenehm sobald ich in den Waldschatten kam. Am späteren Nachmittag habe ich einen Hiker aus dem Hostel getroffen und wir sind ein Stück gemeinsam gewandert. Er hat etwas früher Rast gemacht, da ich an einem Wasser-Spot übernachten wollte.

Dort habe ich den neuen Wasserbeutel aus Big Bear getestet. Das Konzept: ein weicher, zusammenpressbarer Beutel fasst drei Liter. Füllen, aufhängen, Schwerkraft erledigt den Rest. Bis ich das Zelt aufgestellt hatte, war das Wasser bereits in meiner Flasche. Sehr zufrieden mit diesem Kauf.

View over Big Bear Lake
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