Dieses Mal bin ich tatsächlich vom Campground weggekommen, auch wenn es bereits Nachmittag war. Zuerst ging es runter bis zu einem Parkplatz, an dem viele Tageswanderer und Spaziergänger unterwegs waren. Ab dort war die Strasse gesperrt — Erdrutsch oder etwas Ähnliches. Danach ging es ein gutes Stück aufwärts.

Irgendwann habe ich auf der Karte nachgesehen, wo die nächste Wasserquelle ist. Da hatte ich es tatsächlich geschafft, die Karte verkehrt herum zu halten, und ging davon aus, ich sei bereits an der Quelle vorbeigelaufen. Wäre auch nicht das erste Mal gewesen. Also bin ich umgekehrt und wieder heruntergelaufen. Bis ich irgendwann dachte: Da stimmt etwas nicht. Und ja — für nichts heruntergelaufen. Die Quelle selbst war ok. Eine kleine Menge Wasser, die zwischen den Felsen hervortritt. Ich habe etwa drei Liter gefiltert, weil die nächste Quelle rund neun Meilen entfernt war.
Der Berg ist nicht besonders hoch, aber rundherum ist alles flach, also war die Aussicht trotzdem grossartig. An einer sehr steilen Stelle habe ich Fussspuren und Stocklöcher gesehen, die direkt nach unten führten. Der Boden war sehr lose. Ich habe keine Ahnung, wer da runter gegangen ist und weshalb. Ich bin weitergelaufen.
Für ein paar Meilen ging es dem Grat entlang. Ursprünglich hatte ich vor, am Campspot kurz nach der nächsten Wasserquelle zu übernachten, aber ich hatte keine Lust auf einen weiteren Platz voller Leute. Leicht unterhalb des Grats habe ich eine Mulde gefunden, windgeschützt, und dort übernachtet. Von dieser Höhe war der Blick auf die Ebene auf der anderen Seite des Bergs wirklich spektakulär. Ziemlich cool.
Ich habe Abendessen zubereitet. Aktuell esse ich zum Beispiel Ramen Bombs — Instant-Ramennudeln mit Kartoffelstock, der das übrige Nudelwasser aufsaugt. Die richtige Ramen-Marke zu erwischen ist geschmacklich wichtig; mit den falschen schmeckt das Ganze daneben. Vom Gewicht her sind sie gut, und im Gegensatz zu Tortillas zerbrechen oder zerbröseln sie nicht. Die Tortillas, die ich am Anfang des Trips gekauft habe, hatten gehalten. Die, die es hier gibt, weniger.
Als Alternative habe ich nach wie vor die Knorr-Reismischung mit Thunfisch (offiziell: Knorr Rice Sides) — Thunfisch, weil er günstiger und proteinreicher ist als Hühnchen. Das kommt dann in eine Tortilla, oder in die Tortilla-Stücke, sobald sie zerfallen ist. Ich mag das immer noch lieber als Ramen Bombs, aber die Bombs sind schneller und leichter.